Cup-Out in Runde 1

Unterirdische Leistung der Mannschaft und des Schiedsrichters sorgen für frühes Cup-Out.

/ SPG Arlberg-Stanzertal - SPG Oberland West

"Und jährlich grüßt das Murmeltier", möchte man sagen. Der Cup ist für die SPG bereits zu Ende, ehe er so richtig begonnen hat. Zum wiederholten Male heißt es bereits nach Runde eins gegen einen unterklassigen Gegner "Segel streichen". Auf dem Kunstrasen in St. Anton hatte man von Beginn an nie das Gefühl, dieses Match gewinnen zu können/wollen. Von Anfang an zeigte unsere Elf einen ganz schwachen Auftritt. Die Heimelf im Gegensatz dazu mit viel mehr Biss und Einsatz. Die SPG-Fehler wurden eiskalt von ihnen bestraft. Bereits nach wenigen Spielminuten liefen unsere Jungs nach einer eigenen Ecke in einen Konter und Thomas Schmid, welcher nun kein Unbekannter in Puncto Torjägerqualitäten ist, durfte zum 1:0 für die Hausherren einschießen. Die Führung hielt allerdings nicht lange, denn auf der Gegenseite behalf sich ein Spieler der SPG Arlberg-Stanzertal nach einer Hereingabe im Strafraum mit den Händen und so gab es Strafstoß für unsere Mannschaft. Florian Mark verwandelte sicher und man hatte kurz Hoffnung, dass unsere Elf das Zepter nun übernimmt. Doch das Gegenteil trat ein. Während es unserer Mannschaft gegen disziplinierte Hausherren kaum bis gar nicht gelang, sich Torchancen herauszuspielen, zeigten die Jungs von Heiko Luchetta wie man schnell und schnörkellos angreift. Das 2:1 fiel nach einem Eckball, abermals war es Thomas Schmid, welcher im Strafraum komplett ungestört einköpfen konnte. Mit dem 2:1 ging es in die Pause und ehrlich gesagt: Die Heimelf war dem dritten Tor näher als unsere SPG dem Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel verlief das Spiel zuerst wie in Hälfte eins. Ab Minute 55 wurde es dann jedoch - und man muss es bei allem Respekt und aller Objektivität so ausdrücken - zu einem Skandalspiel, herbeigeführt durch den Schiedsrichter. In Minute 55 erzielten die Gastgeber das 3:1. Beim Pass auf den Torschützen signalisierte der Linienrichter dem Schiri sofort eine Abseitsstellung. Dieser ignorierte seinen Assistenten jedoch und der Treffer behielt seine Gültigkeit. Dreizehn Minuten später genau die gleiche Aktion: Wieder signalisierte der Assistent eine Abseitsstellung, wieder wurde diese vom Schiedsrichter ignoriert - 4:1. Daraufhin verweigerte der Linienrichter verständlicherweise seinen Dienst, legte die Fahne nieder und verließ die Linie. Nach einigen Minuten übernahm dann ein Linienrichter der Heimmannschaft das Zepter an der Seite, doch auch er wurde vom Hauptprotagonisten dieser zweiten Spielhälfte mehrmals eiskalt ignoriert. Zwei Mal signalisierte der Assistent eine Abseitsstellung gegen die eigene Mannschaft, beide Male ließ der Schiri weiterlaufen. Beim dritten Mal ließ der Linienrichter nach einem Steilpass die Fahne unten, dort entschied sich der Spielleiter jedoch für den Abseitspfiff. Auf der anderen Seite in der Schlussphase das gleiche Bild: Der Linienrichter (ein geprüfter Schiedsrichter!) signalisierte eine Abseitsstellung, der Schiri ließ weiterlaufen.

Unsere Jungs konnten kurz vor Schluss durch Alexander File noch auf 4:2 verkürzen, mehr sollte an diesem Tag in St. Anton aber nicht mehr gelingen.

Nach dem Schlusspfiff kam es noch zu Diskussionen mit dem Unparteiischen und dabei tätigte dieser eine höchst interessante Aussage, die wir hier jedoch nicht widergeben möchten. Aber an dieser Aussage merkte man deutlich, dass es dem Herrn trotz seiner fragwürdigen Darbietung nicht an Selbstvertrauen mangelt.

Schlussendlich muss man festhalten, dass unserer Mannschaft eine schwierige Saison in der HYPO Tirol Liga bevorstehen wird. Der SPG Arlberg-Stanzertal möchten wir sportlich fair zum verdienten Sieg und Aufstieg im Cup gratulieren und ihnen für die kommende Spielzeit alles Gute wünschen.

Zum Ligaauftakt geht es für unsere Mannschaft nächste Woche nach Absam. Ein ganz schwieriges Pflaster, denn der SV Absam zählt zu einem der ganz heißen Titelanwärter in dieser Saison.

SPG Arlberg-Stanzertal - SPG Oberland West 4:2 (2:1)

Tore: Thomas Schmid (2), Jefferson Holderied, Alen Alicehajic-Haag bzw. Florian Mark, Alexander File

Alexander Jäger

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